4. Mai 2019 ARMIN ON BIKE

Côte d’Azur zwischen Nizza und Monaco | Ducati Multistrada 1260 S auf der mondänen Halbinsel Cap Ferrat

Port de Saint-Jean-Cap-Ferrat | Photo: Armin Hoyer - arminonbike.com

Saint-Jean-Cap-Ferrat | Südfrankreich – Die kleine Halbinsel Cap Ferrat zwischen Nizza und Monaco ist ein Juwel an der Côte d’Azur. Wetterbedingt konnte ich mich mit der Ducati Multistrada 1260 S nicht wie geplant auf die Spuren der Rallye Monte-Carlo begeben, die gewählte Alternative Saint-Jean-Cap-Ferrat war aber nicht weniger reizvoll…

VIELSEITIGER ALLROUNDER DUCATI MULTISTRADA 1260 S

Ich konnte mich von den Qualitäten der Ducati Multistrada 1260 S bereits im vergangenen Jahr bei meiner Reise zur WDW 2018 (World Ducati Week) auf Einladung von Ducati Austria überzeugen. Besonders die Heimreise durch die Dolomiten war mit diesem sportlich-komfortablen Reisemotorrad ein beeindruckendes, unvergessliches Erlebnis. An diesem Tag wollte ich den Einstieg in eine der schönsten Alpenquerungen erkunden, die „Route des Grande Alpes“ durch die Seealpen. Geplant war eine Runde von Nizza bis zum Pass „Col de Turini“ auf 1.607 Metern Seehöhe inklusive dem Befahren der dort jährlich stattfindenden wohl berühmtesten Sonderprüfung der Rallye-Weltmeisterschaft. In der sogenannten „Nacht der langen Messer“ wurde dort in früheren Jahren zu nächtlicher Stunde die berühmte Rallye Monte-Carlo entschieden. Das Wetter hatte heute jedoch etwas dagegen.

Nachdem ich Laurent, dem Eigentümer der Groupe Laurent Lachkar und offiziellem Ducati-Händler in Nizza (Ducati Nice), die Scrambler Ducati Full Throttle vom Test am Vortag zurückgebracht hatte (hier geht´s zum Bericht…) und die Multistrada 1260 S in Ducati Red für die Tour vorbereitet war, zogen in den Bergen immer mehr dunkle Wolken auf. Auch meine Wetter-App meldete Regen und so musste ich für meine Foto- und Filmaufnahmen kurzfristig umdisponieren. Bereits am gestrigen Tag hatte die liebliche Halbinsel Cap Ferrat von hoch oben mein Interesse geweckt. Da das Wetter an der Küste noch gut war, nutzte ich die Zeit, um diese näher zu erkunden.

Die magische Anziehung der Grande Corniche und der einzigartige Blick auf Nizza lies mich auch an diesem Tag wieder dort starten. Bevor es jedoch in das erste Waldstück ging, bog ich rechts ab in Richtung Villefranche-sur-Mer. In Serpentinen ging es vorbei an noblen Villen hinunter zum Meer. Die Multi 1260 S war auch in den engen Kurven sehr gut beherrschbar, lenkte willig ein und war dank der 330 mm Bremsscheiben vorn mit radial montierte Brembo 4-Kolben-Festsattelzangen und Bosch Kurven-ABS sicher zu verzögern.

Die magische Anziehung der Grande Corniche und der einzigartige Blick auf Nizza lies mich auch an diesem Tag wieder dort starten. Bevor es jedoch in das erste Waldstück ging, bog ich rechts ab in Richtung Villefranche-sur-Mer. In Serpentinen ging es vorbei an noblen Villen hinunter zum Meer. Die Multi 1260 S war auch in den sehr engen Kurven sehr gut beherrschbar, lenkte willig ein und war dank der 330 mm Bremsscheiben vorn mit radial montierte Brembo 4-Kolben-Festsattelzangen und Bosch Kurven-ABS sicher zu verzögern.

NOBLER KÜSTENORT SAINT-JEAN-CAP-FERRAT

Schon die Familie Rothschild schätzte diesen wunderbaren Platz. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dort die Villa Ephrussi de Rothschild im Stil der italienischen Renaissance für die Kunstsammlerin Baronesse Béatrice Ephrussi Rothschild errichtet. Das Anwesen ist mit seinen traumhaften Gärten und den zahlreichen Kunstschätzen heute ein vielbesuchtes Museum.

Nachdem ich am Platz vor dem Hafen „Port de Saint-Jean-Cap-Ferrat“ einen Espresso getrunken hatte, machte ich mich auf eine kleine Erkundungstour. Zuerst zum Yachtclub und dem angrenzenden öffentlichen Strand „Plage Cros Dei Pin“ mit herrlichem Blick auf den Hafen und die umgebenden Berge. Dieser schöne, ruhige Platz lud mich dazu ein, etwas zu verweilen.

Entspannt rollte ich im Anschluss mit der Multi auf der ringförmig angeordneten Hauptstraße „Boulevard du Général de Gaulle“ über die Halbinsel. Die Straße war gesäumt von hohen Bäumen in weitläufigen Parkanlagen mit großzügigen Villen. Alles wirkte überaus stilvoll und nobel auf mich und der Schein trug nicht. Wie ich in den nachfolgenden Recherchen herausfand, sei laut einer Studie des Immobilienunternehmens Engel & Völkers Saint-Jean-Cap-Ferrat der exklusivste Wohnstandort der Welt, an dem die höchsten Quadratmeterpreise weltweit beim Verkauf von Wohnimmobilien erzielt würden.

Mit dem Grand-Hôtel du Cap-Ferrat war der südlichste Punkt bald erreicht. Zurück nach Nizza ging es auf der stark befahrenen Corniche Inférieure, der am nächsten zum Meer gelegenen Pannoramastraße von Menton nach Nizza. Das entspannte Cruisen entlang der Küste mit Blick auf das Meer mit den vielen Segelbooten und Yachten motivierte mich gar nicht dazu, die 158 PS Maximalleistung der Multistrada 1260 S und das beeindruckende maximale Drehmoment von 129,5 Nm auszureizen.

Bei kurzen Überholmanövern im dichten Verkehr war die atemberaubende Leistung jedoch eine beruhigende Sicherheitsreserve, die auch im Sport Modus immer gut dosierbar blieb. Die drei verfügbaren Riding Modi steuern die Eingriffsintensität der Elektronik auf die Assistenzsysteme Kurven-ABS, Traktion- und Wheelie-Control.

ARMIN ON BIKE CONCLUSIO

Wie ich schon im vergangen Jahr feststellen konnte, ist die Multistrada 1260 S ein ultimatives Reisemotorrad, das eine optimale Kombination aus Sportlichkeit und Komfort bietet. Die ergonomisch perfekte Sitzposition und das verstellbare Windschild erlauben entspanntes Reisen auch über längere Strecken. Gemeinsam mit dem großen Topcase und den beiden Seitenkoffern steht zudem ausreichend absperrbarer und einfach abnehmbarer Stauraum für längere Reisen zur Verfügung.

Die große Multi ist daher auch das ideale Motorrad für die eingangs erwähnte Alpenquerung „Route des Grande Alpes“. Auf rund 700 km sind 18 Alpenpässe zu überqueren, mit dabei auch der Col de l’Iseran, der mit einer Höhe von 2.763 Metern der höchste überfahrbare Gebirgspass der Alpen ist. Auch der höchste Berg der Alpen, der Mont Blanc mit 4.810 Metern Höhe liegt in unmittelbarer Nähe. Juli und August sind die ideale Reisezeit für diese traumhafte Tour von Menton zum Genfer See.

Text, Fotos und Videos: Armin Hoyer – arminonbike.com

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