13. August 2017 ARMIN ON BIKE

Marc Márquez | Der eindrucksvolle Auftritt des Mozarts der MotoGP beim Großen Preis von Österreich

Start MotoGP Austria | Photo: Armin Hoyer - armiinonbike.com

Spielberg | Red Bull Ring – Marc Márquez kam als Sieger des MotoGP-Rennens in Brünn hierher zum Motorrad Grand Prix von Österreich, um seinen ersten Sieg am Red Bull Ring zu feiern. Nach der Pole Position im Qualifying musste er sich jedoch im Rennen in einem mitreißenden Duell dem Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso knapp geschlagen geben…

Nach meinem Besuch des Pressegespräches in den heiligen Hallen des Ducati Team´ eilte ich am Freitagnachmittag fast im Laufschritt zum Pressetermin von Marc Márquez in die HRC Hospitality. Aufgrund des sehr straffen Zeitplanes an einem Rennwochenende liegen die Journalisten-Termine bei den einzelnen Teams sehr knapp beieinander. Beim Stützpunkt der Honda Racing Corporation angekommen, war im oberen Stockwerk bereits das TV-Interview mit Marc im Gange.

Auf der gegenüberliegenden Seite warteten schon die Media-Kollegen der schreibenden Zunft auf das bei Honda so bezeichnete `Media Scrum´. Bevor es losging, wurden untereinander die neuesten News vom Rennwochenende ausgetauscht. Nach dem Abschluss der TV-Interviews kam der mehrfache MotoGP-Weltmeister und im Moment wohl talentierteste Fahrer des Motorradsports Marc Márquez gemeinsam mit seinem Communication Manager Héctor Martín zu uns herüber. Das Mediagespräch wurde zuerst auf Englisch und im Anschluss in spanischer Sprache abgehalten. Marc beantwortete sehr sympathisch und geduldig alle unsere Fragen.

Am Samstag war für Marc und seine Mitstreiter der Tag des Qualifying´. Nach Abschluss des Free Practise 4 war soweit und die MotoGP startete in das Match um die besten Startplätze. Knapp vor 15:00 Uhr stand fest, dass sich der Mozart der MotoGP mit einer virtuosen Fahrt die 70. Pole Position seiner Karriere gesichert hatte und so eine gute Voraussetzung für den ersten Sieg in Spielberg am Sonntag geschaffen hatte. Der Grand Prix von Österreich ist übrigens das einzige Rennen, bei dem Marc im aktuellen Rennkalender noch nicht gewonnen hatte. Mit etwas Respektabstand von eineinhalb bzw. vier Zehntelsekunden reihten sich die beiden Fahrer des Ducati Werksteam´ Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo hinter ihm auf den Plätzen 2 und 3 ein.

In der darauffolgenden Qualifying-Pressekonferenz am späten Nachmittag gaben die Fahrer detailliert Auskunft über die Ereignisse. Der Medienandrang war sehr groß und nach dem offiziellen Teil großes Gedränge um die Topfahrer. Beim Hinausgehen hat ein Journalisten-Kollege Marc um ein Autogramm gefragt. Dies ist bei einer Pressekonferenz normalerweise nicht üblich. Da ich jedoch direkt danebenstand, nützte ich gleich die Gelegenheit, um den äußerst charismatischen und immer gut aufgelegten Superstar auch darum zu fragen. Als Marc auf meine Frage „Autograph?“ mit einem „No, selfie!“ antwortete, entstand das nachfolgende Selfie von uns beiden. Zu meiner großen Freude, da ich neben meinem großen journalistischen Interesse auch ein riesen Fan von der Person dieses Ausnahmekönners bin.

Sonntag – Renntag. Vor über 90.000 Zuschauern zeigten Marc Márquez und Andrea Dovizioso an der Spitze eine Show der Superlative. Mitreißende Positionskämpfe und Überholmanöver der beiden Superstars rissen die Zuschauer immer wieder von den Sitzen. In der letzten Kurve wagte Marc den alles entscheidenden Angriff auf den Führenden `DesmoDovi´. Kurz vor Andrea gelegen, aber durch das Manöver zu weit nach außen getragen, musste er sich am Ende hauchdünn dem Ducati-Werksfahrer geschlagen geben. Damit hatte in Spielberg auch in diesem Jahr Ducati die Nase vorne in der MotoGP, was im Anschluss auch gebührend gefeiert wurde (Bericht dazu hier…).

Mit wieder über 200.000 Zuschauern an den drei Tagen des Rennwochenendes und einer einzigartigen Stimmung war der Motorrad Grand Prix von Österreich auch in diesem Jahr wieder ein Vorzeigeprojekt in der Motorsportszene. Herzlichen Dank an das Projekt Spielberg, ich werde im nächstern Jahr gerne wieder dabei sein.

Text und Fotos: Armin Hoyer – arminonbike.com

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